Unsere Reise durch Südafrika begann in Cape Town und endete nach knapp 4000 km mit dem Auto und 900 km Flug in Johannesburg.

Unsere Stationen waren:
Cape Town,
Oudtshoorn,
Knysna,
Addo Elefant Park,
Umhlanga Rocks,
St Lucia,
Swaziland Foresters Arms,
Guernsey Pezulu Tree House Lodge in der Nähe vom Krüger Park,
Blyde River Lodge,
Carletonville-Johannesburg,
Sun City

Die Tagesstrecken von max. 530 km waren immer gut zu schaffen.  Und die Beschreibungen von Afrika Erfahren waren genauer als unser GPS-System oder Google Maps. Wo man halt aufpassen muss sind die Ortsbezeichnungen und die Straßennamen. Offiziell werden die teilweise neuen Bezeichnungen schon genutzt. Allerdings stehen meistens noch die alten Schilder. Das führt zu leichten Verwirrungen und Missverständnissen, die man aber mit einer kleinen Rückfrage sofort klären kann.

Cape Town ist so eine quirlige Stadt mit so vielen unterschiedlichen Eindrücken und Möglichkeiten das jeder für sich raussuchen muss was ihn interessiert. Natürlich gibt es die alten Weingüter, die man auch ohne Anmeldung besuchen kann. Gerne werden dort Erklärungen zur Herstellung gegeben oder auch Weinproben veranstaltet.

Der Tafelberg ist ein Muss! Leider meist wolkenverhangen oder wenn keine Wolken da sind, dann steht die Autoschlange bis unten an der Zufahrtsstraße. Wir sind dann zur Waterfront gefahren und haben dort mit noch einem Paar einen Hubschrauber gemietet um uns die Gegend um Cape Town und den Tafelberg von oben anzusehen. Hat geklappt!!!

Ganz toll sind die Sonnenuntergänge, wenn man zum Signal Hill rauffährt. Am besten ist es, wenn man frühzeitig rauffährt und dann mit einer guten Flasche Wein den Sonnenuntergang genießt.

An der Waterfront gibt es zwar nur Touristische Einrichtungen. Es ist aber nett und ansprechend gemacht und bietet für jeden Geschmack etwas.

Bei einer Stadtrundfahrt mit einem Hop-on-Hop-off-Bus lernt man die Innenstadt so richtig kennen. Wo man mag steigt man aus und schaut sich an was einem gefällt. Danach geht halt die Fahrt mit einem anderen Bus weiter. Die fahren im Schnitt so alle 15 bis 20 Minuten. Wir haben uns dabei die Gegenden rausgesucht wo es die meisten Restaurants gibt und sind dann mit dem Auto hingefahren. War toll!!! Woran man sich gewöhnen muss, ist, dass es an den Parkstreifen immer sogenannte Parkboys gibt, die auf die Autos aufpassen. Dafür gibt man denen halt 5 bis 10 Rand. Immer noch besser als wenn etwas passiert. Die Erklärungen im Bus werden auch auf Deutsch gegeben.

Die Fahrt zum Cape Point ist ja eigentlich ein Muss. Man sollte sich dafür schon einen ganzen Tag Zeit nehmen damit man sich auch die kleinen Orte davor und dahinter ansehen kann. Die sind sehr interessant und bieten viel Abwechselung.

Die Fahrt nach Oudtshoorn hat ebenfalls ihre Reize. Sobald man die Autobahn verlassen hat und dann auf der R 60 und danach auf der R 62 fährt, gibt es immer wieder total interessante sogenannte “Farmstalls“. Häufig werden dort Produkte der Gegend und einheimische Küche angeboten. In Barrydale gibt es einen total urigen Farmstall, den man gesehen haben muss. Das Essen dort ist auch sehr gut. Kurz danach kommt man durch ein kleines Künstlerdorf. Dort sollte man sich auch ein bisschen Zeit nehmen um zu stöbern.

Für diese Fahrt sollte man frühzeitig loslegen. Einmal ist sie relativ lang, ca. 425 km. Es gibt viel zu sehen und außerdem sind zumindest für dieses Jahr 5 lange Baustellen zur Straßen Erneuerung eingerichtet, die, wenn man Pech hat, jeweils 20 Minuten Wartezeit bedeuten.  Wenn man aus der Church Street kommt und nach links abbiegt ist nach kurzem Weg auf der rechten Straßenseite genau gegenüber einer Tankstelle ein total uriges Restaurant welches über die Grenzen bekannt ist. Lecker!!!!

Die Straußenfarmen und andere Tierfarmen kann man fast ohne Anmeldung besuchen. Wenn man allerdings eine der Touren in den Höhlen machen will, sollte man sich vorher anmelden, da die selbst in der Nebensaison gut besucht sind. Speziell wenn man die große Tour ca. 1,5 Std machen will. Dafür benötigt man allerdings etwas festeres Schuhwerk und lange Hosen.

Afrika Erfahren, Swartbergpass, Oudtshoorn
Swartbergpass, Oudtshoorn

Die Rundfahrt über den Swartberg Pass lohnt sich ebenfalls und bietet tolle Aussichten über die Täler und wilde Schluchten.

Knysna mit der großen Bucht und die ganzen umliegenden Städte wie Plettenberg Bay, Wilderness, Mossel Bay bis Jeffrey`s Bay haben ganz tolle Strände und bieten für jeden etwas. In Richtung Kruisfontain gibt es ein ziemlich unscheinbares Tiergehege mit Tieren in Pflege. Es leben dort nur Tiere die bei den vorherigen Besitzern nicht mehr bleiben konnten. In der Hauptsache Großkatzen und seltene Arten. Man sieht die Tiere relativ nah, obwohl die Gehege zum Teil riesig sind. Führungen werden dort gerne gemacht.

Die Fahrt zum Addo Elephant Park geht über die höchste Brücke von SA. Die Bloukrans Brücke. Hier wird Bungy Jumping angeboten. Der zweithöchste Sprung von einer Brücke. 216 m in die Tiefe. Zur Sprungstation in der Mitte der Brücke gelangt man nur über ein gespanntes Stahlseil an dem man mit einer Rolle hängt und rüber gleitet. Natürlich kann man sich das ganze auch im Restaurant sitzend auf dem Fernseher ansehen. 

Afrika Erfahren, Addo Nationalpark, Elefanten
Addo Nationalpark, Elefanten

Die Zuurberg Mountain Lodge bedeutet zwar eine ½ stündige Fahrt bis zum Pass. Lohnt sich aber. Die Lodge selber teilt sich in Haupthaus und kleine Bungalows auf.  Wenn man auf der Terrasse sitzend die Gegend genießen will, dann sollte man zusehen, dass man einen Bungalow mit gerader Zahl bekommt. Bei den anderen schaut man auf die Tennisplätze. Der Addo Park ist sehr gut organisiert und die Fahrt mit dem Guide, der von dem Hotel gestellt wurde hat viel Spaß gemacht. Mittags wurde dann gegrillt und frisches Brot gebacken. Ganz toll!!!



Afrika Erfahren, Lidiko Lodge, St. Lucia
Lidiko Lodge, St. Lucia

Da die Fahrt von Port Elisabeth nach Durban nicht viel Sinn macht, hatten wir den Flug genommen. Hat alles gut geklappt und wir kamen ausgeruht in Durban an. Durban an sich und auch Umhlanga Rocks ist nach meiner Meinung keine Reise mehr wert. Die Stadt ist total heruntergekommen und bietet nichts Schönes mehr. Hingegen der Aufenthalt in St. Lucia hat uns wieder total gefallen. Die Tierwelt und auch die Strände dort sind einfach toll. Wer interessiert ist, dem wird hier auch bei 1 Woche Aufenthalt nicht langweilig. Die Lidiko Lodge ist selbst schon ein Tropengarten und der Pool lädt zum Verweilen ein.


Die Weiterfahrt zum Krüger National Park führte uns durch Swaziland. Schon der Grenzbereich war recht abschreckend. Die Straßen in diesem Land sind nicht besonders gut. Überall teilweise tiefe Schlaglöcher und Speedbumps. Da die Gegend sehr hügelig ist, geht es ständig auf und ab. Teilweise über sehr schmale Regionalstraßen. Dafür hat man allerdings das Empfinden das man sich in Österreich oder der Schweiz befindet. Die Hänge sind häufig bewaldet zum Teil auch mit Nadelbäumen. Ich für meinen Teil würde dort nicht mehr langfahren. Ich denke das geht besser über Südafrika. Oder bis in den Bereich vom Krüger Park fliegen.

Afrika Erfahren, Pezulu Tree House Lodge, Bushbock
Pezulu Tree House Lodge, Bushbock

Der Krüger Park und alle dort in der Gegend angegliederten Privatparks sind einfach alle toll. Gut gepflegt und die Guides wissen wo die Tiere sich aufhalten. Man kann dort eigentlich nichts falsch machen. Egal welchen Park man besucht. Wir waren für ein paar Nächte in der Pezulu Tree House Lodge. Das war sehr toll und eindrücklich. Mitten im Busch wurden kleine Baumhäuser in die Bäume gebaut. Jedes sieht anders aus. Wenn man beim Sonnenuntergang auf der Terrasse sitzt, sieht man schon von dort recht viele Tiere. Als wir abends zum Essen in das Haupthaus gehen wollten, hörten wir es überall rascheln. Mit den Taschenlampen konnten wir dann Kudus, Springböcke, Zebras und und und sehen, die sich das Grass rupften. 

Afrika Erfahren, Blyde River Canyon, Wasserfall
Blyde River Canyon, Wasserfall

Der Blyde River Canyon ist das 2. größte Canyongebiet der Erde. Sehr eindrücklich und mit vielen schönen Spots. In diesem Bereich gibt es viele Wasserfälle. An einem kleineren Wasserfall – Berlin Falls – gibt es ein ganz kleines verstecktes Restaurant. Total herzig und lecker. Wir sind dann am späten Nachmittag noch mal hingefahren um dort zu Abend zu essen.

Sun City in der Nähe von Pretoria ist immer eine Reise wert. Hier wird für fast jeden etwas angeboten. Wir hatten das Glück das der Palast of the lost City gerade eine Aktion angeboten hatte. Da wollte ich schon immer mal hin.

Generell kann man in Südafrika jederzeit einen schönen Urlaub verbringen. Die meisten Menschen sind total hilfsbereit und nett. Wir haben nie ein schlechtes Essen in einem Lokal bekommen. Alles war schmackhaft egal ob 5 Sterne Restaurant oder kein Stern.

Die Unterkünfte waren ausnahmslos sauber und wir wurden immer freundlich empfangen. Auf unserer Reise durch Südafrika hat man uns bei Rückfragen zu örtlichen Besonderheiten immer mit den richtigen Informationen versorgt.

Da waren wir nicht zum letzten Mal!!!!

Bodo W. und Sandra A.