Südafrika Rundreisen für Selbstfahrer mit Mietwagen

 

 

Südafrika Länderinfo für Selbstfahrer von A bis Z

Südafrika ist 1.221.037 km² groß (beinahe dreimal so groß wie Deutschland) und umfasst fast die gesamte Südspitze des afrikanischen Kontinents. Am weitesten nach Norden reicht der Limpopo (Grenzfluss zu Zimbabwe). Im äußersten Süden befinden sich das Cape Agulhas (bekannt als “southern most point”). Ungefähr 1.700 km Luftlinie liegen zwischen dem nördlichsten und südlichsten Punkt. Außer von Namibia, Botswana und Zimbabwe im Norden wird Südafrika im Osten von Mosambik und im Südosten von Swaziland eingerahmt. Das unabhängige kleine Bergkönigreich Lesotho ist komplett vom Staatsgebiet Südafrika umschlossen. Dazu kommen ca. 3.000 km Seegrenzen im Westen, Süden und Osten.

Es leben ca. 50 Millionen Menschen in Südafrika. In der Regenbogennation finden sich viele unterschiedliche Bevölkerungs-gruppen nationaler und ethnischer Herkunft: 76% der Gesamt-bevölkerung bilden die Schwarzen (Zulu, Xhosa, Sotho, Tswana, Shangaan, Swazi, Ndebele und Venda); die Weißen mit ca. 13% sind die zweitstärkste Gruppe. Ca. 8,6% machen die Farbigen/ Mischlinge, auch „coloureds“ genannt, aus (hauptsächlich im West- kap) und mit ca. 2,6% sind die Asiaten (Inder), vertreten (Natal).

Sprachen

Statt der früheren Amtssprachen Englisch und Afrikaans gibt es jetzt insgesamt elf offiziell gleichberechtigte Sprachen, wobei Englisch und Afrikaans am weitesten verbreitet sind. Die elf offiziellen Sprachen Südafrikas sind: Englisch, Afrikaans, Pedi, Sotho, Ndebele, Swazi, Tsonga, Tswana, Venda, Xhosa und Zulu.

Besucher aus den EU-Staaten wie auch aus den USA und Kanada brauchen kein Visum für Südafrika. Der noch ein halbes Jahr über den Rückreisetermin hinaus gültige Pass reicht aus, muss jedoch zwei leere Seiten aufweisen. Die Nachbarstaaten Swaziland, Lesotho, Namibia, Botswana und Zimbabwe haben ebenfalls keinen Visumzwang, dieses bekommt man bei der Einreise; nur bei der Einreise nach Mosambik muss vorher ein Visum beantragt werden. Wenn ein Elternteil alleine mit Kindern reist, muss ein offizielles Schreiben (von amtlicher Stelle z.B. Polizei/Behörde in Europa beglaubigt) das diese Tatsache genehmigt, vom anderen Elternteil, mitgeführt werden. Dies gilt auch für Groβeltern, die mit ihren Enkeln reisen.

Die südafrikanische Küche genießt internationale Anerkennung. Das Fleisch, meist in beachtlichen Portionen, ist von ausgezeichneter Qualität. Das „braaivleis“ (Grillen) ist ein spezielles Vergnügen der Südafrikaner, meist mit „boerewors“ (landestypische Bratwurst) und „lamb chops“ (Lammkottelets). Hervorragende Fischgerichte werden in den Küstenorten serviert: Hummer (Crayfish), Langusten, Krabben (Prawns), Muscheln (Mussels) und Austern (Oysters). Zu den häufigsten Fischarten gehören der Kingklip, Stockfish, Steenbras, Yellowtail und die Sole (Seezunge). „Line fish“ ist der jeweils frische Tagesfisch. Besondere Gerichte wie „sosaties“ (Spießchen aus mariniertem Lamm- und Schweinefleisch), „bobotie“ (Hackfleischauflauf mit Curry und Rosinen) und „bredi“ (Eintopf aus Hammelfleisch und Gemüse) sollte man unbedingt probieren. „Biltong“ ist getrocknetes Fleisch, meist Rind, aber auch sehr genüsslich vom Kudu und Strauss. Es ist üblich, beim Betreten eines Restaurants, zu warten bis einem ein Platz zugewiesen wird. Einige Restaurants erheben nun automatisch eine 10% „service charge“, ansonsten rechnet man ein Trinkgeld von 10% des Rechnungsbetrages ein. Beim Bezahlen der Rechnung erst auf das Wechselgeld warten und dann erst das Trinkgeld bezahlen.

Die Landeswährung Südafrikas ist der südafrikanische Rand, der in 100 Cents unterteilt wird. Es gibt Noten von R200, R100, R50, R20 und R10 sowie Münzen von R5, R2, R1, 50c, 20c, 10c und 5c.

Banken findet man in allen größeren Orten und Städten. Sie sind generell werktags von 9-15 Uhr geöffnet, samstags von 8:30-11 Uhr. Die Bankschalter an den drei internationalen Flughäfen (Johannesburg, Durban, Kapstadt) haben verlängerte Öffnungs-zeiten. Die dortigen Wechselstuben, die sicher bei Abflug und Ankunft der Flugzeuge geöffnet haben, bieten sich als schnellste und oft günstigste Möglichkeit des Geldumtauschs an. Fast alle Banken tauschen ausländische Devisen ein. Beim Geldumtausch muss der Reisepass vorgelegt werden. Kreditkarten wie VISA und MasterCard werden weitgehend akzeptiert und Sie können an Bankautomaten (ATM) Bargeld ziehen. Bei Mietwagen ist eine Kreditkarte wegen der zu hinterlegenden Kaution notwendig.

Trinkgeld

Sie sind eigentlich kein Muss, werden aber erwartet (viele sind auch darauf angewiesen!). Generell sind es immer ca. 10% des Rechnungsbetrags (Restaurant, Taxi), ein Gepäckträger bekommt ca. R5-R10 pro Person/Beförderung. An den Tankstellen muss (darf) man NICHT selbst tanken und der Tankwart erwartet selbstverständlich auch ein kleines Trinkgeld von ca. R2-R5. Vorgeschlagenes Trinkgeld für Reiseleiter/Ranger = R15-R20 pro Tag/Person und für Busfahrer/Tracker = R5-R10 pro Tag/Person.

Ärzte in Südafrika sind hochqualifiziert und die Krankenhäuser hervorragend ausgerüstet. Die ärztliche Versorgung und die Apotheken entsprechen durchaus europäischen Anforderungen. Da es in Südafrika (noch) keine staatliche Gesundheitsvorsorge im deutschen Sinne gibt, werden auch keine Kostenübernahmescheine unserer Krankenkassen akzeptiert. Alle Rechnungen müssen privat bezahlt werden. Es ist ratsam, vorher mit der Krankenkasse im Heimatland zu klären, ob Südafrika im Versicherungsschutz eingeschlossen ist. Eine zusätzliche Reisekrankenversicherung ist ratsam.

Der hygienische Standard in den „schwarzen Gebieten“ ist sehr hoch, außer im Inland; das Wasser kann bedenkenlos getrunken werden. Die intensive Sonne kann schmerzhaften Sonnenbrand und auf lange Sicht Hautkrebs verursachen – Sonnenschutz, Sonnen-brillen und Kopfbedeckung sind ratsam! Einige Teile Südafrikas sind malariagefährdet, wie z.B. die Krügerpark-Gegend und KwaZulu-Natal. Die Gefahr ist nach den Regenfällen im Sommer am größten, wenn die Moskitos sich explosionsartig vermehren. Das gesamte Hochveld und die Kap-Region gelten jedoch als malariafrei. Eine Malaria-Prophylaxe ist in jedem Falle empfehlenswert. Die entsprechenden Medikamente sind in Südafrika und in Europa in den Apotheken erhältlich. Reiben Sie sich außerdem zur Vorbeugung mit einer „insect repellent“ ein, z.B. „Peaceful Sleep“, „Tabbard“. Es wird empfohlen nicht in stillstehenden Gewässern zu baden, da dort Biharziose-Parasiten vorkommen können.

Auf der Südhalbkugel erscheinen die Jahreszeiten entgegengesetzt zum Jahresverlauf auf der Nordhalbkugel. Zur Zeit der europäischen Sommerferien herrscht in Südafrika Winter. Weihnachten und der Jahreswechsel werden dagegen im Hochsommer gefeiert. Insgesamt ist das Klima im Süden Afrikas gemäßigt bis subtropisch, das Kap-Gebiet ist mediterran. Das beständige Hoch über dem Südatlantik sorgt für blauen Himmel und sehr viele sonnige Tage, besonders auf dem zentralen Hochland. Sonneneinstrahlung und Sonnenscheindauer sind nach Westen hin besonders intensiv, nach Osten nehmen die Niederschläge zu, die Sonnenscheindauer wird etwas geringer. Dez-Feb ist am heißesten, März-Mai und Sep-Nov angenehm warm bis heiß, Jun-Aug kühl bis kalt (abends, nachts und morgens).

Kleidung

Der Kleidungsanspruch der Südafrikaner ist legère, nur in edlen Restaurants legt man Wert auf formellere Kleidung (Krawatte, keine Jeans). Es empfehlen sich warme Pullover, sowie leichte Jacken für kühle Abende und frische Morgen. Bei Safaris sollte nur Kleidung in neutralen und gedeckten Farben getragen werden (keine leuchtenden Farben oder weiβ).

Abholung

Am Schalter der Mietwagenfirma, legen Sie bitte Ihren Voucher, Ihre Kreditkarte und Ihren Führerschein vor. Bei Übernahme des Fahrzeugs wird über Ihre Kreditkarte eine Kaution hinterlegt. Sie wird erstattet, wenn das Fahrzeug in einwandfreiem Zustand zurückgegeben wird. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Kreditkarte ein ausreichendes Limit aufweist.

Es kann sein, dass der jeweilige Mitarbeiter (durchaus auch mit Nachdruck) versucht, noch ein Upgrade anzubieten und versucht Sie zu überzeugen, dass das gebuchte Fahrzeug zu klein sei. Auch Zusatzleistungen (z.B. Pannenhilfe-Versicherungen, Navis etc.) werden vor Ort immer häufiger angeboten. Lassen Sie sich dann nicht beirren, es sei denn Sie wünschen ausdrücklich einen größeren Mietwagen. Dann müssen die Zusatzleistungen von Ihnen vor Ort zzgl. der örtlichen Steuern bezahlt werden bzw. werden Ihrer Kreditkarte belastet. Leistungen, die Sie nicht haben wollen, sollten Sie auch nicht akzeptieren. Achten Sie beim Unterschreiben des Mietvertrages bitte auch darauf, dass Zusatzleistungen, die Sie nicht haben möchten bzw. nicht benötigen, dann nicht irrtümlich Bestandteil des Vertrages sind. Zu einem späteren Zeitpunkt sind keine Rückerstattungen mehr möglich und die Autoversicherungen bestehen auf Zahlung der im Vertrag genannten Leistungen.

Weitere Umsätze mit Kunden durch den Verkauf von Zusatzleistungen/Upgrades vor Ort zu generieren, kommt leider bei allen großen Mietwagenfirmen immer mal wieder vor. Vom Mietvertrag erhalten Sie eine Kopie, die Sie gut aufbewahren sollten.

Vor der Abfahrt

Machen Sie bei der Anmietung einen Rundgang um das Fahrzeug um eventuelle Schäden im Übergabe-Protokoll festzuhalten. Bei zu spät entdeckten Schäden ist es sehr schwierig nachzuweisen, dass nicht Sie der Verursacher sind.

Weiterhin berücksichtigen Sie bitte, dass die Berechnung des Mietwagens im 24-Stunden Rhythmus erfolgt. D.h. das Fahrzeug muss zur selben Uhrzeit wieder abgegeben werden, zu der es angemietet wurde. Haben Sie Ihr Fahrzeug beispielsweise um 12 Uhr mittags angemietet, muss das Fahrzeug vor 12 Uhr mittags auch wieder zurückgegeben werden. Liefern Sie das Fahrzeug später ab, können Kosten entstehen, da die Mietwagenstationen einen weiteren vollen Tag berechnen.

Sollte in Ihrem Mietwagenvoucher ein späteres Rückgabedatum als in Ihrem Reiseverlauf stehen, so haben wir bei der Buchung bereits berücksichtigt, dass Sie das Fahrzeug zu einer späteren Uhrzeit zurückgeben als Sie es angemietet haben.

Bei der Rückgabe

In Ihrem Mietwagen-Voucher finden Sie Information darüber, ob Sie den Wagen vollgetankt oder mit leerem Tank zurückgeben können. Normalerweise wird das Auto vollgetankt übergeben und sollte vollgetankt zurückgegeben werden.

Autofahren allgemein

In Südafrika herrscht Linksverkehr nach dem englischen System. Das Straßennetz ist für afrikanische Verhältnisse sehr gut ausgebaut, auch die Bergstrecken mit herrlichen Landschaftseindrücken. Allerdings unterschätzt man gerne die Fahrtdauer der angegebenen Kilometer, da die Straßenverhältnisse nicht überall ideal sind. Auf einigen Autobahnen werden Mautgebühren erhoben. Wechseln Sie daher schon am Flughafen etwas Geld dafür, denn es werden hier keine internationalen Kreditkarten akzeptiert. Ein internationaler Führerschein ist erforderlich. Es herrscht Anschnallpflicht (auch hinten) und Alkoholverbot (0,5 Promille). Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind: 120 km/h auf Autobahnen (highways „N“ roads) 100 km/h auf Landstraßen 60 km/h in geschlossenen Ortschaften

Fahren Sie möglichst nicht bei Nacht und halten Sie nur an gut beleuchteten (vorzugsweise bewachten) Plätzen und lassen Sie keine Wertsachen sichtbar im Auto liegen.

Es wurden unlängst einige Städte und unzählige Straβennamen, vor allem in Durban, umbenannt. Leider sind nicht all Straβenkarten und Wegweiser entsprechend geändert worden, somit kann es im Reiseverlauf und dem Kartenmaterial zu Unstimmigkeiten kommen.

Es ist empfehlenswert früh aufzustehen, um die besten Wildbeobachtungen zu erleben. Küche und Grillplatz sind, je nach Camp, vorhanden. Sie sollten sich vor Einreise in einen Nationalpark im Supermarkt mit entsprechenden Lebensmitteln versorgen, denn in den Camps ist die Auswahl oft spärlich.

Der Konsum von Alkohol ist im Krüger National Park in den öffentlichen Bereichen verboten. Ausnahmen sind die Restaurants, Cafeterias und Ihr gebuchter Campingplatz. Es ist auf verboten Alkohol in den Park einzuführen.

Wie in anderen Metropolen der Welt, sollte man auch in Südafrika bestimmte Sicherheitsvorkehrungen treffen, wie z.B. niemals das Gepäck unbeaufsichtigt lassen, nicht mit auffallend viel Schmuck, Videokamera und Fotoapparat beladen auf belebten Straßen herumlaufen, nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr herum-bummeln bzw. sich in einsamen, dunklen Plätzen aufhalten, immer das Auto abschließen und an Kreuzungen/Ampeln die Autofenster geschlossen halten (vorrangig in Ortschaften/Städten). Lassen Sie Ihre Wertsachen im Hotelsafe einschließen oder nehme Sie sie mit. Bitte nehmen Sie keine Anhalter mit.

Das Stromnetz ist für 220/230 Volt Wechselstrom ausgelegt. Ein Zwischenstecker („adapter“) ist empfehlenswert, den Sie jedoch lieber in Südafrika kaufen sollten, da nicht alle in Europa erhältliche Adapter hier passen. Auf Anfrage, kann Ihnen in den meisten Unterkünften auch einer zur Verfügung gestellt werden. Rasierapparate passen oft in die vorgesehenen Flachstecker.

In Südafrika wird nicht zwischen Sommer- und Winterzeit umgestellt. Die „South African Standard Time“ ist der mitteleuropäischen Zeit eine Stunde voraus. Während der europäischen Sommerzeit gilt Zeitgleichheit.

Besucher über 18 Jahre dürfen 400 Zigaretten, 250g Tabak, 50 Zigarren, 1l Spirituosen, 2l Wein, 50ml Parfüm, 250ml Eau de Toilette und Geschenke bis zum Wert von R500 zollfrei nach Südafrika einführen, ebenso alle Dinge für den persönlichen Gebrauch. Bei der Ausreise kann man am Flughafen auf Antrag die Mehrwertsteuer (VAT) gegen Vorlage der Ware und des quittierten Kassen-zettels/Rechnung (über R250) erstattet bekommen. Tabakwaren sind in Südafrika meist billiger, erlaubt sind jedoch nur maximal 200 Stück Zigaretten nach Deutschland einzuführen.